Modellierung I (WS 2012/2013)

Prof. Dr. Mathias Weske


Die Modellierung gehört zu den Kernaufgaben der Informatik. Sie stellt eine wesentliche Arbeitsmethode dar, die in allen Gebieten des Faches breite Anwendung findet. Probleme, seien sie das Verstehen oder Gestalten von Systemen, Lösen von Aufgaben, oder Strukturieren von Information, werden häufig als Ganzes oder in Teilaspekten modelliert. Bei einer solchen Modellierung eines Problems zeigt sich, ob und wie es verstanden wurde. Somit führt die Modellierung häufig zu einem besseren Verständnis desselben, was wiederum Voraussetzung für eine adäquate Lösung des Problems ist.

Modellierung ist somit ein essentieller Schritt zum Verstehen eines Problems. Sie ermöglicht das Kommunizieren über das Problem und liefert ein gedankliches Hilfsmittel zum Gestalten, Bewerten oder Kritisieren einer geplanten Lösung oder der Anforderungen an eine Lösung. Modelle ermöglichen die Durchführung von Experimenten, die am Original häufig nicht durchgeführt werden können und ermöglicht das Aufstellen und Prüfen von Hypothesen über beobachtete oder postulierte Phänomene in Bezug auf das Problem.

Die bei der Modellierung gewonnenen Einblicke liefern darüber hinaus meist auch den Schlüssel für einen systematischen Entwurf. Deswegen hat es sich als sinnvoll erwiesen, Probleme zu modellieren, bevor man versucht sie oder Teile von ihnen durch den Entwurf von Software, Algorithmen, Daten und/oder Hardware zu lösen bzw. zu implementieren.

Als Mittel für die Modellierung steht ein breites Spektrum von Kalkülen und Notationen zur Verfügung, die es erlauben, sowohl Strukturen als auch das Verhalten zu spezifizieren. Neben sehr allgemeinen Kalkülen und Notationen existieren für unterschiedliche Arten von Problemen und Aufgaben teilweise spezifische Ansätze, so dass in den verschiedenen Gebieten der Informatik unterschiedliche Modellierungsmethoden eingesetzt werden. Blickt man über den Tellerrand der Informatik hinaus, ist die anzutreffende Vielfalt noch größer. Der überwältigenden Mehrheit dieser Kalküle und Notationen liegen allerdings wenige fundamentale Kalküle und Notationen zugrunde, auf die wir uns in dieser Veranstaltung beschränken wollen.

Successor of this series: Modellierung I (WS 2014/15)

Einleitung

Organisatorisches und Einleitung

Date: October 16, 2012
Language: German
Duration: 01:27:51

Modellbildung & Validierung, Verifikation und Analyse

Date: October 17, 2012
Language: German
Duration: 01:25:47

Grundlagen der Modelltheorie

Grundlagen der Modelltheorie

Date: October 23, 2012
Language: German
Duration: 01:26:51

Modelle in der Sprache der Mathematik

Modelle in der Sprache der Mathematik

Date: October 24, 2012
Language: German
Duration: 01:25:23

Relationen und Funktionen & Graphen und Bäume

Date: October 30, 2012
Language: German
Duration: 01:25:58

Graphen und Bäume & Daten- und Objektmodellierung

Date: November 6, 2012
Language: German
Duration: 01:26:26

Daten- und Objektmodellierung

Gastvortrag

Funktions- und Strukturmodellierung

Funktions- und Strukturmodellierung

Date: December 4, 2012
Language: German
Duration: 01:28:46

Use Cases, Blockdiagramme & FMC Aufbaustrukturdiagramme

Date: December 5, 2012
Language: German
Duration: 01:28:14

Sequenzielles Verhalten

Sequenzielles Verhalten

Date: December 11, 2012
Language: German
Duration: 01:28:37

Abläufe & Endliche Automaten

Date: December 18, 2012
Language: German
Duration: 01:27:55

Erweiterte Automaten & UML Zustandsdiagramme

Date: January 2, 2013
Language: German
Duration: 01:26:14

Nebenläufiges Verhalten

Zusammengesetztes Verhalten

Date: January 22, 2013
Language: German
Duration: 01:30:19

Geschäftsprozesse

Geschäftsprozesse

Date: January 29, 2013
Language: German
Duration: 01:26:52